1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Aktuelles

Bravo! Erstes Schwimm-Camp mit „glorreichen Sieben“

Julian sitzt am Beckenrand vom Nichtschwimmerbecken der Schwimmhalle und lacht verschmitzt in die Kamera. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern


(© Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz)

Julian sitzt am Beckenrand vom Nichtschwimmerbecken der Schwimmhalle und lacht verschmitzt in die Kamera. Alrik schwimmt mit einer Nudel unter den Oberarmen im tiefen Becken dem Trainer hinterher. Alle Schüler stehen im Wasser am Beckenrand und hören aufmerksam den Erläuterungen der Schwimmtrainer zu. Ein Schüler setzt die Technikanweisungen der Trainerin zum Brustschwimmen im Nichtschwimmerbecken um.

 

„Schwimmen macht ja richtig Spaß“, sagt Louise am Beckenrand. Und schon paddelt sie mit kräftigen Arm- und Beinbewegungen wieder davon. Die 13-Jährige hat keine Zeit zu verlieren. Sie will ihre Schwimmkünste Zug um Zug, Bahn um Bahn steigern. Und irgendwann  hat es Louise auf 450 Meter am Stück gebracht. Bravo! 

Die Freude des jungen Mädchens war nicht zu übersehen. Mit guter Laune und großem Ehrgeiz hatte sie die Scheu vor Wasser und Badebecken hinter sich gelassen. Nichtschwimmerin sein, das war einmal.

Louise gehörte mit Vanessa, Tom, Fabian, Danny, Julian und Alrik zu den Teilnehmern des ersten Schwimmcamps vom 24. bis 27. Juni 2019 in der Schwimmhalle „Am Südring“– ein Angebot der Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz und des Schulfördervereins. Ihr großer gemeinsamer Wunsch: Endlich schwimmen können. Die Mädchen und Jungen absolvierten ein viertägiges Training, mit und ohne „Nudel-Hilfe“. Mut haben alle bewiesen, zum Beispiel Fabian mit dem ersten kühnen Kopfsprung ins 29-Grad-Wasser und Tom, Danny, Julian, die ihm bald – mit den Füßen zuerst - folgten. 

Nach dem Training gab es für die sieben Schülerinnen und Schüler täglich als Zusatzprogramm noch eine Überraschung im Trockenen – Bowling, Kino im Kinderfilmhaus, Entspannung in der Salzgrotte und Spielchen mit Labrador-Hund Carlos.

Zum sportlichen Erfolg der „glorreichen Sieben“ haben viele rührige Helferinnen und Helfer beigetragen: Von der Vereinsvorsitzenden Diana Stephani mit ihrer ersten Idee bis zu Sonja Petrausch mit der Organisation und als geduldige und liebevolle Betreuerin im Wasser. 

Der besondere Dank des Schulfördervereins gilt dem Leiter der städtischen Bäderabteilung Siegfried Kaubisch und seinen Mitarbeitern für die außerplanmäßige Bereitstellung der Schwimmhalle, dem Schwimmclub Chemnitz und seinem Vorsitzenden Steffen Uhlich, der die Leitung des Trainings übernahm, den Nachwuchstrainern Johannes Uhlich (Schwimmclub Chemnitz), Niklas Drechsel und Hannes Donat (Chemnitzer Polizeisportverein). Beim Nachmittagsprogramm war die CoWerk gGmbh mit von der Partie. 

Nicht nur unsere Schwimmeleven lernten viel dazu. Für die vier erfahrenen Trainer war das Training mit blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen sozusagen ein „unbekanntes Gewässer“. „Umso mehr freuen wir uns über die Fortschritte, die jeder Einzelne durch unser Training gemacht hat“, sagte Steffen Uhlich zum Abschied. 

Für mich als Mitorganisatorin des Schwimmcamps war es immer wieder eine besondere Freude, dass alle Beteiligten, die ich für das Gelingen unseres Vorhabens gewinnen konnte, ohne Zögern ihre Unterstützung zugesagt und ihr Versprechen gehalten haben.

Die gemeinsame Übungszeit im Wasser mit großem Eifer, manchmal Tränen, aber viel Lachen wird auch mir unvergesslich bleiben. Toll, Louise, Vanessa, Fabian, Tom, Danny, Julian, Alrik! Mit Euren Leistungen habt Ihr dazu beigetragen, dass das erste Schwimmcamp an Eurer Schule bestimmt nicht das letzte war.

Die 5b in der Phänomenia

Schüler sitzen am Tisch und ertasten unter einem Tuch verschiedene Gegenstände. Icon vorheriges Bild Icon nächstes Bild Icon Bild vergrößern


(© Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz)

Schüler sitzen am Tisch und ertasten unter einem Tuch verschiedene Gegenstände. Die Schüler sitzen am Tisch und versuchen mit einem Geräusche Memory die verschiedenen Geräusche richtig zu hören. Zwei Schülerinnen sitzen am Tisch und versuchen mit Kugeln und Dreiecken vorgegebene Figuren z.B. eine Pyramide zu bauen. Eine Lehrerin baut mit ihren Schülern ein Haus, indem alle gemeinsam viele Metallrohre zusammenstecken. Auf einem Ecktisch steht ein Gemüsetablett mit einem lachenden Schülerkopf darin. Alle Schüler der Klasse 5b sitzen interessiert mit dem Museumspädagogen, der etwas erklärt, um ein Augenmodell herum.

Am 16. April 2019 haben wir uns vor dem Haus 2 getroffen. Anschließend sind wir mit der Buslinie 31 zur Zentralhaltestelle gefahren. Dort ist uns die Bahn vor der Nase weggefahren. Dann haben wir im Tchibo-Shop gewartet bis die nächste rote Stolli-Bahn kam. Als wir angekommen sind, mussten wir noch einen steilen Berg hoch laufen, zum Schloss Hoheneck, dem ehemaligen Frauengefängnis. Dort war nämlich die Phänomenia. An der Kasse hat uns eine freundliche Frau empfangen und Frau Hötzeldt hat dann den Eintritt für uns alle bezahlt.

Ein netter Mann hat uns durch den Workshop »Alle meine Sinne« geführt. Uns wurde zum Beispiel erklärt, an welchen Stellen auf der Zunge man die verschiedenen Geschmacksrichtungen schmecken kann. Wir haben noch zu den anderen Sinnen Experimente durchgeführt. Der Workshop hat uns viel Wissenswertes gelehrt. Als nächstes haben wir auf eigene Faust die Experimente in den verschiedenen Räumen ausprobiert. Da gab es z.B. Weltall-Rätsel, optische Täuschungen und Seifenblasen-Experimente. Bei den Seifenblasen-Experimenten war es ziemlich schwierig eine große Seifenblase hin zu bekommen, ohne dass sie zerplatzte.

Bei jedem Experiment war ein Hinweisschild zur Ausführung der Tätigkeit dabei. Dies war sehr informativ.

Anschließend gingen wir in das Bistro vor Ort, dort haben wir zu Mittag gegessen, das war sehr lecker! Auf dem Rückweg liefen wir den Berg wieder hinab.

Dort sind wir an einer Eisdiele vorbei gekommen und fragten Frau Hötzeldt, ob sie uns ein Eis ausgibt. Aber sie hat »nein« gesagt, denn wir mussten die Bahn erreichen, um pünktlich in der Schule zu sein. Wir mussten uns sehr beeilen. Aber alles ging gut und wir waren pünktlich am Bahnhof. Von der Zentralhaltestelle sind wir dann wieder mit der Buslinie 31 zur Schule zurück gefahren. Dort angekommen wurden wir von unsern Taxen abgeholt.

Celine und Leon

Marginalspalte


TdoT_Besuch

© Landesschule für Blinde und Sehbehinderte Förderzentrum Chemnitz